Biogasanlage

Die Biogasanlage Niederseidewitz wurde in den Jahren 2005 und 2006 gebaut. Mit der Anlage wurde ein neues, wichtiges wirtschaftliches Standbein geschaffen und die Stabilität des Landwirtschaftsbetriebes langfristig gesichert. Wichtigste Basis für den wirtschaftlichen Erfolg ist das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), das einen Mindestpreis für die Abnahme des erzeugten elektrischen Stroms über 20 Jahre garantiert.

Neben der Gülle aus dem Milchviehstall werden nachwachsende Rohstoffe wie Maissilage und Getreide zur Energieproduktion eingesetzt, für deren Anbau ein Teil der landwirtschaftlichen Nutzfläche dient. Sie stehen damit nicht mehr der Nahrungsmittelproduktion zur Verfügung - so wie früher etwa 20 % der Fläche eines Landwirtschaftsbetriebes für Futter für die Zugtiere (Pferde, Ochsen) benötigt wurden.

Die Biogasanlage hat eine Leistung von 371 kW (elektrisch), die dauerhaft und stabil abgegeben wird. Der Strom wird der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt als Beitrag zur Energieerzeugung aus alternativen Energiequellen. Zur Erzeugung der Elektroenergie wird das Biogas in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) in Strom und Wärme umgewandelt. Die Wärme wird zur Beheizung von Büros und Werkstätten sowie zur Bereitung von warmem Wasser genutzt. Im Sommer soll die Wärme zudem zur Trocknung von landwirtschaftlichen Produkten wie Getreide genutzt werden.

Die Erzeugung des Biogases erfolgt in zwei Fermentern und einem Nachgärbehälter, jeder 20 m im Durchmesser und 6 m hoch. Im oberen Bereich ist der Gasspeicher integriert, was den Fermentern die typische, oben abgerundete Form verleiht.

Die Biogasanlage wurde von Ingenieurbüro eutec ingenieure GbR aus Dresden geplant und gebaut.